Interview mit Alexander Zuckowski

Interview mit Alexander Zuckowski

Zusammen mit Robin Grubert haben Sie einen ganz eigenes Klangkonzept für das Album erarbeitet, nennen es selbst einen roten Soundfaden, der sich durch alle 13 Titel zieht. Woraus ist dieser Anuschka-Faden gesponnen?

Wir haben ein eigenes Klangbild entwickelt, das einen warmen, akustischen Sound und starke Melodien hat, aber den anspruchsvollen Texten den nötigen Raum lässt. Zum Grundgerüst gehören eine Akustik-Gitarre, eine jazzige, warme E-Gitarre, ein Kontrabass und ein Schlagzeug, das aber nur mit einem Besen und nicht mit Stöcken gespielt wird. Dazu haben wir die verschiedenen Lieder mit weiteren Instrumenten arrangiert, Streichern, Akkordeon oder Klavier.

Welche Songs sind Ihre Favoriten auf dem Album?

An erster Stelle '25 Stunden'. Das ist ein Popsong, wie ich ihn gerne mag, auch aus meiner Sicht als Songschreiber. Hier stimmen Text und Melodie perfekt überein, dazu kommen starke Harmonien und eine dichte Atmosphäre. Sehr wichtig ist mir auch 'Hinter den Tränen', ein Song, der sich ganz stark aufbaut und sich zum Ende hin immer weiter steigert.
Sehr berührt hat mich 'Tag für Tag'. Mit diesem Lied hat es Anuschka verstanden ein sehr schwieriges, persönliches Thema gefühlvoll umzusetzen.

Co-Produzent des Albums war Robin Grubert. Was gehörte alles zu Ihrem Aufgabengebiet?

Neben der klassischen Produzententätigkeit, den Aufnahmen im Studio und Arrangements haben wir zusammen mit Anuschka und meinem Vater auch die Stücke für das Album ausgewählt, die Dramaturgie und Themenbereiche festgelegt und zusammen überlegt, ob im inhaltlichen Konzept – der Elternzeitreise – noch Schwerpunkte und entsprechende vertonte Gedanken einer Mutter fehlen.

Wie war die Zusammenarbeit in einem so engen familiären Rahmen?
Ich war von Anfang an von dem Konzept von Anuschkas Album überzeugt und habe die Produktion nicht nur übernommen, weil sie meine Schwester ist. Unsere Zusammenarbeit war die ganze Zeit über sehr harmonisch und professionell. Vielleicht hat uns dabei auch Robin geholfen, der uns als Außenstehender vor zuviel familiärer Vertrautheit bewahrt hat.

Sie haben gerade zusammen mit Sasha das neue Album 'Good news on a bad day' fertig gestellt, Anuschkas Album erscheint am 20. März. Woran arbeiten Sie aktuell?

Zusammen mit Robin Grubert und Mark Tavassol, dem Bassisten von 'Wir sind Helden', mit dem wir uns ein Studio in Hamburg teilen, produzieren wir eine Kölner Newcomer Band, deren Namen ich an dieser Stelle noch nicht verraten möchte. Außerdem werde ich mich wieder verstärkt auf das Schreiben neuer Songs konzentrieren.