Der kleine Tag

Der kleine Tag

Was für eine faszinierende Vorstellung: Im Lichtreich, hinter den Sternen, irgendwo im All, leben die Tage. Sie alle haben eine ganz eigene Geschichte, es gibt wichtige, historisch bedeutsame Tage, die in der ersten Reihe der Erinnerung Platz nehmen dürfen. Es gibt Tage, an denen Schreckliches geschehen ist, an die sich aber alle Menschen immer erinnern werden, Tage, an denen bahnbrechende Erfindungen das Leben auf der Erde veränderten und Tage, die sich auf den hinteren Plätzen tummeln. An ihnen ist nichts Besonderes geschehen, sie waren einmalig auf der Erde, ohne dass sich jemand an sie erinnert.

Glück des Alltags

Der kleine Tag wird an einem 23. April auf die Erde geschickt. Er erlebt an einem sonnigen Frühlingstag eine Familie, die in eine größere Wohnung umzieht, ein Liebespaar, das vor Zweisamkeit die Welt um sich herum vergisst und einen Vater, der endlich Verständnis für seinen pubertierenden Sohn findet. Als der kleine Tag am Abend den anderen Tagen von seinen Erlebnissen erzählt, sind alle enttäuscht: Ist denn an diesem 23. April gar nichts Bemerkenswertes passiert? Erst ein Jahr später darf der kleine Tag unverhofft in die „erste Reihe“ der Tage aufrücken, denn auf der ganzen Welt feiern alle Menschen ihm zu Ehren ein Freudenfest – weil sein 23. April der friedlichste Tag auf Erden war. Und die gewichtigen, alten Tage erkennen: Die Kleinen sind oft größer, als die Großen denken.

Anspruchsvolles Kinder- und Jugendmusiktheater

Das Musical von Autor Wolfram Eicke, vertont von Hans Niehaus, Rolf Zuckowski und Wolfram Eicke, wurde 1999 von Rolf Zuckowski produziert und wird seitdem immer wieder mit großem Erfolg bundesweit aufgeführt, u.a. auch als magische Multi-Media-Show in den Planetarien. Die Geschichte lässt sich mit Kindern ab 9 Jahren, bevorzugt aber mit Jugendlichen (auch zusammen mit Erwachsenen), szenisch inszenieren, neben der herausragenden Rolle des „kleinen Tages“ als Hauptakteur bieten sich mit dem Chor der Tage und den Darstellern der Erlebnisse auf der Erde für eine große Kindergruppe feste Rollen und Aufgaben. Unterrichtsbegleitend bietet die Handlung einen ersten Einstieg in die Philosophie: Woher kommen wir, wohin gehen wir? Ist das Schicksal vorbestimmt? Kann man Tagesabläufen eine neue Richtung geben? Was bedeutet Zeit?
Das Musical regt nicht nur die kindlichen Zuschauer zum Nachdenken an, auch so manchen Erwachsenen fasziniert die Vorstellung von einem Reich der Tage, in dem die Unendlichkeit zu Hause ist. 

Im Musikverlag Sikorski ist das Textbuch erschienen, dazu die Klaviernoten und ein Band-Set. Neben begeisterten Sängern brauchen Sie für die Aufführung zwei Keyboards, Gitarre, Bass und Schlagzeug – los geht es mit der geheimnisvollen Reise auf dem Lichtstrahl bis zur Erde und wieder zurück. Das beeindruckende Märchen wurde mit dem Prädikat „Gute Musik für Kinder – empfohlen vom Verband deutscher Musikschulen“ und dem Kinderpreis des WDR „Poldi 2001“ ausgezeichnet. Für besonders gut ausgestattete Ensembles gibt es bei Sikorski auch eine komplette Orchester-Partitur mit allen Einzelstimmen als Leihmaterial.